
„Wir stehen hier, weil die Menschen in diesem Land verstehen müssen, was gerade auf dem Spiel steht“, mahnte die DBfK Nordwest-Geschäftsführerin Sandra Mehmecke in einer Brandrede gegen die Sparpläne der Bundesregierung bei einer gemeinsamen Protestaktion mit der Gewerkschaft ver.di am 10. Juni in Hannover.
Über 8.000 Protestierende von München bis Kiel hatten sich vor dem Hintergrund der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover versammelt, um gegen die Sparpläne im Pflege- und Gesundheitsbereich laut zu werden, darunter mehrere hundert DBfK-Mitglieder. Als Stimme der professionellen Pflege machte Mehmecke unter großem Applaus die weitreichenden Folgen der Sparpolitik deutlich: „Sie bedrohen die pflegerische Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sie bedrohen die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Und sie bedrohen die Arbeitsbedingungen der beruflich Pflegenden, die dieses System heute noch zusammenhalten.“

Der kollektive Frust der beruflich Pflegenden über die Sparpläne der Bundesregierung war auch am DBfK-Pavillon zu spüren, wo ehrenamtliche Mitglieder und hauptamtliche Mitarbeitende des DBfK Nordwest mit den Protestierenden ins Gespräch kamen, über die DBfK-Forderungen informierten und zu Anschlussaktionen aufriefen.


Große Aufmerksamkeit erregte auch ein vom DBfK inszenierter Ritt durch die Menschenmenge mit einem Nina Warken-Kostüm auf einem Sparschwein und die anschließende Zerstörung einer großen Sparschwein-Piñata am DBfK-Pavillon. Begleitet wurde die Aktion von Mitarbeitenden des DBfK Nordwest, die Flyer zur neuen Aktionswebseite dbfk.de/deinohr verteilten. Sie enthält Informationen zu den Folgen der Sparpolitik, den Forderungen des DBfK sowie geplanten Protesten im gesamten Bundesgebiet.
Auch in Bayern rief ver.di in München, Nürnberg, Deggendorf, Kempten, Augsburg und Würzburg zum Demonstrieren auf. In München waren am 10. Juni bei Geschäftsführung, Mitarbeitende der Geschäftsstelle und der Rechnungsprüfer des DBfK Südost, Georg Koenig, mit Bannern, Roll-ups und Info-Material dabei.
Die Fachgruppe WIPP (Wir integrieren Pflegepolitik und Palliative Care) verlegte ihr Sommertreffen kurzentschlossen auf die Kundgebung. Bereits am Vortag nahm Geschäftsführerin Sabine Berninger an der Demo in Augsburg teil.
Das war erst der Anfang, weitere Aktionen werden folgen.


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