Rund 30 Mitglieder nahmen an der Digitalveranstaltung „Delegierte im Gespräch“ teil. Die Delegierten Heike Rost, André Hieke, Nadja Körner, Thorsten Krist und Astrid Woggon stellten sich, ihre beruflichen Hintergründe und die Themen vor, die sie in ihrem Berufsalltag und der Verbandsarbeit bewegen. Zwei der sieben Delegierten – Tristan Stecker und Ingo Eck – konnten an diesem Termin nicht teilnehmen.
Im Mittelpunkt stand anschließend der Austausch mit den Mitgliedern. Dabei wurde deutlich, wie groß die Sorge über die Auswirkungen aktueller gesetzlicher Vorhaben auf die pflegerische Praxis ist. Besonders häufig genannt wurden das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und das PNOG. Viele Teilnehmende berichteten, dass finanzielle Einschränkungen bereits heute im Arbeitsalltag spürbar seien: Fortbildungen würden nicht genehmigt, freie Stellen nicht nachbesetzt und entlastende Aufgaben wie Transportdienste wieder an den Pflegedienst zurückgegeben.
Diese Entwicklungen erhöhen den Druck auf Pflegefachpersonen und werfen zugleich grundsätzliche Fragen auf: Welche Folgen haben die gesetzlichen Veränderungen für Arbeitsbedingungen, Versorgungsqualität und berufliche Entwicklung?
Die Sorgen aus der Praxis spiegelten sich auch in den Themen wider, die die Mitglieder für weitere Veranstaltungen einreichten. Dazu gehören unter anderem Auswirkungen der Gesetze, Sensibilisierung und Mobilisierung der Berufsgruppe oder die zukünftige Finanzierung der unabhängigen Pflegeberatungsstellen.
Die gesammelten Themen werden nun ausgewertet und priorisiert. In weiteren digitalen Veranstaltungen wollen die Delegierten nun einzelne Schwerpunkte vertieft diskutieren. Je nach Thema ist vorgesehen, auch Expert:innen einzuladen, die fachliche, rechtliche oder politische Hintergründe einordnen und Fragen aus der Praxis beantworten können.
„Delegierte im Gespräch“ war damit nicht nur eine Vorstellungsrunde, sondern der Auftakt für einen kontinuierlichen Austausch zwischen Delegierten und Mitgliedern. Wir freuen uns schon auf die nächsten Termine, die wie immer via E-Mail an alle Mitglieder des DBfK Südwest bekanntgemacht werden.
