Die Mitgliederwerbeaktion DBfKplusEins ist erfolgreich gestartet, die ersten Dankeschön-Päckchen mit dem DBfK-Rolltop-Rucksack sind bereits bei engagierten Werber:innen eingetroffen. Viele Mitglieder möchten Kolleg:innen von den Leistungen und der berufspolitischen Bedeutung des DBfK überzeugen – der Einstieg in ein solches Gespräch ist aber manchmal gar nicht so einfach.
Deswegen haben wir Stefanie Renner nach praktischen Tipps gefragt. Sie ist seit 16 Jahren für den DBfK Südost tätig ist. In zahlreichen Gesprächen auf Veranstaltungen, in Gremien, auf Messen, Kongressen und am Telefon hat sie Interessierte von einer Mitgliedschaft überzeugt. Sie weiß, worauf es im persönlichen Austausch ankommt.

Liebe Stefanie, viele Kolleg:innen
würden den DBfK gern weiterempfehlen – wissen aber nicht genau, wie sie das
Gespräch beginnen sollen. Hast du dazu Tipps und Tricks?
Wichtig ist vor allem: nicht mit einer ,Werberede‘ starten, sondern mit echtem Interesse. Fragt zum Beispiel die Kollegin oder den Kollegen: ,Was beschäftigt dich gerade am meisten im Job?‘ oder ,Hast du eigentlich schon mal überlegt, dich berufspolitisch zu engagieren?‘ Oft ergeben sich daraus ganz natürliche Anknüpfungspunkte – etwa zu Arbeitsbedingungen, Personalausstattung oder rechtlichen Fragen. Dann kann man gut argumentieren: ,Genau deshalb bin ich im DBfK. Dort setzen wir uns politisch für bessere Rahmenbedingungen ein – und ich habe auch persönlich etwas davon.‘
Für uns im Hauptamt und für viele unserer Mitglieder ist es selbstverständlich, jeden Tag mit großer Leidenschaft berufspolitisch für unsere Profession einzutreten. Dabei gerät manchmal aus dem Blick, dass es auch Kolleg:innen gibt, die unsere Verbandsarbeit noch nicht kennen. Darum ist es so wichtig, von unserer Arbeit
zu erzählen. Authentizität überzeugt dabei mehr als
jedes Argumentationspapier.
Manche Kolleg:innen sagen: ,Ein Verband ändert doch sowieso nichts.‘ Wie kann ich darauf reagieren?
Das höre ich tatsächlich öfter. Meine Antwort ist dann: Veränderungen passieren nicht über Nacht – aber ohne starke Interessenvertretung passieren sie gar nicht. Wir haben die Kompetenzerweiterung der Pflege politisch vorangebracht, wir haben mit der PPR 2.0 konkrete Instrumente zur Personalbemessung auf den Weg gebracht und machen Pflegende durch Kampagnen, Stellungnahmen und Medienpräsenz sichtbar.
Wir stärken die Praxis, indem wir unseren Schwerpunkt auf Aus-, Fort- und Weiterbildung setzen und uns gleichwertig für die Akademisierung einsetzen. Wir wissen um den hohen Qualitätsanspruch unserer Kolleg:innen vor Ort und geben berufspolitisch alles dafür, dass die Rahmenbedingungen dem Rechnung tragen. Und nicht zu vergessen: Als Teil des International Council of Nurses ist der DBfK international vernetzt. Das gibt der deutschen Pflege auch auf globaler Ebene Gewicht.
Je mehr Mitglieder wir haben, desto
stärker ist unsere Stimme. Mitgliedschaft ist also kein Konsumprodukt – sie ist
ein Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung unseres Berufs.
Was kann ich ganz konkret sagen, wenn ich eine Kollegin oder einen Kollegen direkt anspreche?
Wichtig ist, eigene Erfahrungen zu teilen: Vielleicht hast du eine gute Beratung erhalten, eine Fortbildung besucht, über unsere Netzwerke wertvolle Kontakte gefunden oder sogar von der Versicherung profitiert. Persönliche Geschichten wirken stärker als allgemeine Argumente.
Ganz pragmatisch kannst du zum Beispiel sagen: ,Ich bin im DBfK, weil ich finde, dass wir eine starke berufspolitische Vertretung brauchen und ich profitiere auch persönlich davon. Wenn du magst, erzähle ich dir gern, was mir das konkret bringt.‘
Oder: ,Gerade in unserer aktuellen Situation ist es wichtig, dass wir uns
organisieren. Allein verändert man wenig – gemeinsam schon.‘
Welche Informationen über den DBfK sollten Mitglieder unbedingt parat haben?
Ich empfehle, sich an unseren sechs Kernargumenten zu orientieren – sie bringen es gut auf den Punkt:
Das kann man gut zusammenfassen:
,Der DBfK wirkt politisch für uns alle – und stärkt dich persönlich.‘
Zum Schluss: Was ist dein persönlicher Appell an unsere Mitglieder?
Ich bin selbst gelernte Krankenschwester und weiß, wie fordernd unser Beruf ist. Gerade deshalb brauchen wir eine starke Gemeinschaft. Mein Appell ist: Sprecht darüber! Nicht missionarisch, sondern kollegial. Erzähl, warum du Mitglied bist. Jede neue Mitgliedschaft stärkt unsere gemeinsame Stimme – und damit die Zukunft der professionellen Pflege.
