13.03.2026
Ein Programm-Highlight der Pflegefachtagung Endoskopie am 18. April in Herne ist das Thema "außergewöhnliche Praxisfälle". Referent und Experte Dr. René Emminghaus erklärt, warum es sich lohnt, darüber zu sprechen, und welche Rolle die professionelle Pflege dabei spielt.
Herr Dr. Emminghaus, was verstehen Sie unter einem "außergewöhnlichen Praxisfall" in der Endoskopie – und warum lohnt sich ein genauer Blick darauf?
Dr. René Emminghaus: Außergewöhnliche Praxisfälle bedeuten für uns komplexe endoskopische Interventionen, welche von der eigentlichen Norm abweichen. In der Regel sind hier entweder spezielle Verfahren und spezielle Materialien bzw. Herangehensweisen vorliegend. Dies gilt es im Vorfeld mit dem Endoskopieteam zu besprechen.
Welche Rolle spielt die professionelle Pflege, wenn es darum geht, unerwartete oder komplexe Situationen in der Endoskopie zu bewältigen?
Dr. René Emminghaus: Wichtig ist vor allen Dingen die Kommunikation. Welche Risiken bietet der Patient? Vorerkrankungen? Welche Materialien werden benötigt? Muss gegebenenfalls extra etwas bestellt werden? Wieviel Zeit wird benötigt? Wie sieht das Komplikationsmanagement aus?
Und wie bereitet man sich als interprofessionelles Team bestmöglich darauf vor, mit außergewöhnlichen Situationen souverän umzugehen?
Dr. René Emminghaus: Im Wesentlichen sollten die eben genannten Schritte im Vorfeld besprochen werden, damit es zu keinen Überraschungen kommt, keine Materialien fehlen und das Komplikationsmanagement klar ist.