Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden im Juli 2026 erhebliche Eingriffe in die Finanzierung professioneller Pflege beschlossen. Aber: Unser Protest hat besonders weitreichende Verschlechterungen durch die ursprünglichen Kürzungspläne adressiert und dadurch bewirkt, dass einzelne Regelungen abgemildert wurden.
Die zwischenzeitlich diskutierte unmittelbare Abschaffung beziehungsweise vollständige Rückführung in das DRG-System wurde nicht umgesetzt. Das Pflegebudget bleibt zunächst als gesondertes Budget bestehen – allerdings mit erheblichen Begrenzungen.
Für tarifgebundene Anbieter in häuslicher Krankenpflege und außerklinischer Intensivpflege wurde gegenüber einer starren Obergrenze eine befristete Teilrefinanzierung tariflicher Steigerungen oberhalb der Veränderungsrate aufgenommen.
Die Koalition hat eine Entschließung zur Versorgung psychisch erkrankter Menschen ergänzt. Sie erkennt an, dass Versorgungseinschränkungen langfristig erhebliche Folgekosten verursachen. Für die Pflege in psychiatrischen Kliniken löst dies die Finanzierungsprobleme jedoch nicht.
Die pflegerischen Folgen des Gesetzes wurden bundesweit öffentlich, in Landesregierungen, Parlamenten, Verbänden und Medien thematisiert. Pflegefachpersonen haben ihre Erfahrungen und Forderungen sichtbar gemacht.
Die Auswirkungen der befristeten Tarifregelungen in der häuslichen Krankenpflege und außerklinischen Intensivpflege sollen untersucht werden, einschließlich möglicher Folgen für die Sicherstellung der Versorgung.
Trotz unserer Erfolge bleiben gravierende Risiken für Personalausstattung, Tarifrefinanzierung und Versorgung.
Wir begleiten die Umsetzung weiter und sammeln konkrete Auswirkungen aus der Praxis. Zugleich zeigt die Auseinandersetzung: Einmischung wirkt – und sie muss früh beginnen. Deshalb richten wir den Kampagnenfokus jetzt auf das PNOG. Alle Infos dazu gibt es auf unserer Aktionswebseite:
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Wir haben Botschaften gesammelt, politische Gespräche geführt und sind mit beruflich Pflegenden auf die Straße gegangen. Und wir machen weiter. Alle Infos zu unseren Mitmachaktionen und geplanten Protesten gibt es hier:
07.07.2025,
Hamburg
24.06.2026, Bremen:
24.06.2026, Hannover:




Ausschnitt aus der Protestrede von DBfK Nordwest-Geschäftsführerin Sandra Mehmecke in Hannover
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